Elemi

Immer der Nase nach.

Dieses herrlich frisch aromatische Elemi ist einer meiner liebsten Riechstoffe.
Er verströmt ein wunderbar zitroniges Aroma, mit Nuancen von Orangenschale, Mandarine und Kiefer, und eignet sich ausgezeichnet für Chypre-Düfte.

Elemi, Canarium luzonicum, Familie Burseraceae (Balsambaumgewächse), ist völlig ungiftig, nicht reizend und wird sogar in Nahrungsmitteln als Aromastoff eingesetzt. Wobei man vielleicht dazusagen sollte, daß der Rohstoff Elemi nicht nur auf eine ganz bestimmte Gattung (Canarium) hinweist, sondern auch aus zahlreichen Pflanzen der Gattung Protium (Protium icicariba z.B.) gewonnen wird. Elemi wird in diesem Zusammenhang wohl recht häufig wie der Begriff Harz verwendet, welcher erstmal nicht genau Auskunft über Herkunft und Beschaffenheit gibt. Sogar das Harz von Boswellia frereana (eine Weihrauchart) wird als Elemi bezeichnet.

Durch Dampfdestillation wird aus dem Harz ein ätherisches Öl gewonnen, und wer den Aufwand nicht scheut, dem empfehle ich das Harzabsolue oder das Resinoid. Zu gleichen Teilen in Ethanol/ besser DPG zu lösen, was ein bis zwei Tage dauern kann.

Wer sich ein Parfüm mit Elemi selber mischen will, der sollte aber doch lieber auf das ätherische Öl zurückgreifen, weil die Klebrigkeit des Harzes ein Problem werden könnte. Das Harz macht Schlieren und klebt noch in größter Verdünnung. Grauenhaft. In einem handgemachten Parfum gibt es garantiert Probleme mit der Viskosität und das will man ja nicht.

Elemi ist ein sehr gutes Fixativ und kann für ein Parfüm mit Weihrauch und Labdanum, Lavendel, Rosmarin, Quendel, Salbei, Veilchen, Sandelholz, Zimt und vielen anderen Gewürznoten gemischt werden.

Es enthält Elemol, Elemicin, Terpineol, Carvon, Dipenten, Phellandren u.a.

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