Perubalsam

Perubalsam Myroxylon balsamum var. pereirae wird heute überwiegend in El Salvador produziert. Der bis 25 Meter hohe Tropenbaum sondert einen harzigen Saft ab, der als echter Balsam am Stamm aufgefangen wird. Der Farbton variiert von hellbraun bis fast schwarz und auch die Konsistenz ist nicht immer gleich.
Ich arbeite am liebsten mit einer honigartigen Masse, die sich in Alkohol schnell lösen läßt.

Das aromatische Harz erinnert durch eine leichte Vanillenote durchaus an Tolubalsam. Doch wenn man sich auf den Duft konzentriert, wird man schnell feststellen, daß Perubalsam deutlich harziger und gewürziger riecht. Traditionell wird der ungiftige und nicht reizende Perubalsam bei Husten und Bronchitis, Rheuma und vielen Hautkrankheiten verwendet. Er steht im Ruf Juckreiz zu mildern und soll bei Ekzemen helfen.

In der Verbindung mit anderen Basisaromen kann man mit Perubalsam wunderbare Anklänge an Vanille erzielen, die sich gut für orientalische Parfümmischungen einsetzen lassen. Er paßt zu Petigrain und Sandelholz ebensogut wie zu Rose und Ylang-Ylang.

Wenn sie sich mit Perubalsam etwas Aromatisches – vielleicht ein Duftöl oder ein Parfüm – selber herstellen möchten, dann kaufen sie sich Perubalsam möglichst in noch flüssiger Form. Als halbfeste, erstarrte Masse verarbeitet er sich nicht mehr so gut.

Perubalsam enthält u.a. neben Zimtsäure- und Benzoeester, Benzylbenzoat, Benzylzinnamat und Zinnamein.

Immer der Nase nach.

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