Magnolien-Komplex für ein Parfüm

Man sollte sich immer bemühen, die verschiedenen, charakteristischen Riechstoffe, die für die Herstellung einer ganz bestimmten Note verwendet werden, zu kennen. Schreibt man diese Stoffe untereinander auf, entstehen Tabellen, die ganze Komplexe von Aromen beschreiben. Leicht lassen sich so für den Parfümeur die wichtigsten Komponenten verschiedener Mischungen zuordnen, weil sich die typischen Merkmale eines Parfüms in den jeweiligen Rezepten ähneln.

So benötigt man zum Beispiel für ein Parfüm, welches an Magnolien erinnert, Ylan-Ylang-Öl. Dazu etwas Linalool, Tuberose, Neroli und Bergamotte. Hinzu kommen Hydroxycitronellal, Heliotropin und vielleicht etwas Vanille. Natürlich auch Jasmin, Rose, Benzylacetat und Ketonmoschus. Zitronenöl, Citral, Eugenol, Geraniol und Benzoe werden auch häufig eingesetzt.

Die Kenntnis von diesen, ein Parfüm charakterisierenden Komplexen, erleichtert das Arbeiten mit aromatischen Stoffen ungemein. Denn leicht lassen sich so bereits an Hand der Aufzeichnungen Ähnlichkeiten und Unterschiede ausmachen.

Würde man z.B. mehr Hydroxycitronellal und Linalool nehmen und Ylan-Ylang-Öl und Jasmin in Abstufungen erst danach, gefolgt von Rhodinol und Citronellol, dann könnte es sich um einen Maiglöckchen-Komplex handeln.

Immer der Nase nach.

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