Südfrankreich, Erinnerungen & Tipps

Es war der erste richtige Urlaub seit 4 Jahren. Eine Fahrt nach Südfrankreich, in eine vertraute Landschaft, wo wir in aller Ruhe und Gelassenheit entspannen konnten. Baden, Sommer, Sonne, Strand, kleine Touren an bekannte und aus früheren Reisen liebgewonnene Orte, nach Grasse, Manosque und Port Grimaud.

Drei Wochen, in denen ich keine Parfumerie betrat und nicht nach Seifenläden schaute, weil dies einfach keine Erholung gewesen wäre. Nichts ist so langweilig, wie das Gelatsche durch Geschäfte, wenn man die meisten Sachen ohnehin schon kennt und eigentlich nur faul am Strand liegen möchte.

Doch einige meiner Lieblingsplätze möchte ich hier kurz nennen, bevor es in den kommenden Tagen mit dem eigentlichen Thema des aromatischen Blogs wieder weitergeht. Folgen Sie mir nach Südfrankreich, in die Städte Aix-en-Provence und Hyères, schauen sie kurz mit mir im Massif du Esterel vorbei und kommen sie mit zu den weiten Lavendelfeldern des Plateau de Valensole.

Aix-en-Provence
Am Sonnabend sollte man früh aufstehen, wenn man eines der weltbesten Brathähnchen abhaben möchte und den täglich stattfindenden Wochenmarkt auf dem Place de Richelme erleben will. Glauben sie mir, diese Brathähnchen und die dazugehörigen Kartoffeln sind allein die Reise wert. Suchen sie nicht lange nach einem Parkplatz, das wird am Wochenende ohnehin nichts und die Parkhäuser nahe der Altstadt sind auch nicht teurer als die Parkautomaten am Straßenrand. Eile ist angesagt, denn ab 12 Uhr werden die Brathähnchen knapp, dann fangen die Händler an einzuräumen, ab 13 Uhr wird durchgefegt und weggespült. Besuchen sie den Blumenmarkt auf dem Platz vor dem Hotel de Ville und schauen sie auf dem kleinen Künstlernmarkt vorbei. Nehmen sie sich etwas Zeit für die Altstadt und spätestens gegen 14 Uhr sollte man sich in der Brasserie & Pub Chez Muz auf dem Place de L`Hotel de Ville einfinden und sich einen der dem Hotel nahegelegenen Plätze sichern, denn so langsam kommen die Hochzeitsgäste, die Brautpaare, beginnen Autokorsos und Hupkonzerte. Das ist ein riesiges buntes Fest, was ich mir nie entgehenlassen würde. Und vergessen sie die Brathähnchen nicht.

Wer dennoch ein schönes Geschäft besuchen möchte, wer nun doch auf einen duftenden, aromatischen Einkaufstipp hofft, dem empfehle ich das Geschäft von Coté Bastide in der Rue Fernand Dol. Ein Hauch von Luxus und Eleganz, Stille und vornehmer Zurückhaltung. Seifen – wunderschön und edel & Düfte voller Ausdruckskraft.

Einige Linktipps zu Aix-en-Provence

Aix-en-Provence
Atelier Cezanne
Coté Bastide

Hyères

Diese Stadt ist meine Lieblingsstadt in Südfrankreich. Hyères (sprich Jhär) zieht mich magisch an. Kleine enge Gassen, gemütliche Plätze, Katzen, das Mittelmeer in der Nähe und der Park Saint Bernard.

Hyères

Füllen sie sich einen Picknickkorb, setzen sie sich für einen Espresso in die Brasserie Salon de thé – L Eau a la Bouche auf den Platz vor dem Templer Turm. Danach gehen sie rechts am Turm vorbei den Berg hoch, die Straße macht einige Kurven bevor sie zur Rue Barbacane gelangen. Diese gehen sie nach rechts bis zum Ende, wo man auf der linken Seite an einem alten Torbogen vorbeikommt. Geradeaus führen einige Stufen nach oben direkt in den Park Saint Bernard unterhalb der Villa Noailles. Ein Paradis aus ineinander verschlungenen, treppenförmig angeordneten Gärten. Immer wieder kreuzen sich Wege, wechseln sich Treppen und Terassen ab. Ein botonischer Garten der ganz besonderen Art, fast verwunschen und märchenhaft, kaum erkennbar die ordnende Hand des Gärtners, fast nie verirrt sich ein Tourist dorthin. Im Schatten alter Bäume kann man gemütlich die Mittagshitze abwarten und den Blick in die Ferne schweifen lassen.

Danach holt man sich in der Touristeninformationen einen Faltplan der Stadt, fährt in Richtung Airport oder Giens über die Avenue Ambroise Thomas, vorbei am Jardin Olibus Riquier bis zum Ortsausgang von Hyères. Am ersten Kreisverkehr biegt man rechts ab in Richtung Giens, fährt hinter dem Flughafen entlang, hält sich links in Richtung Hippodrom (ein alter Baum verdeckt die anderen Schilder), dann sieht man die Salinen auf der rechten Seite und hält sich im nächsten Kreisverkehr in Richtung Le Port. Die Strände dort sind aber etwas steinig.

Einige Linktipps zu Hyères

Hyères Informationen
Parc Saint Bernard
Villa Noailles
Jardin Olibus Riquier
Camping

Massif de l’Esterel

Roter Felsen, steil ins Meer stürzendes Gestein, Farbkontraste und wunderschöne Wanderwege, Schopflavendel, Rosmarin, Thymian und Eukalyptusbäume – die man hier anpflanzte, um das zum Teil recht sumpfige Gelände nutzbar zu machen. Und wer im Juni eine Wanderung durch die Gegend unternimmt, der wird vielleicht auch die Montpellier Zistrose entdecken.

Ein kleiner, etwas einen Meter hoch wachsender Strauch, dessen Blätter ein klebriges Harz absondern welches sehr angenehm riecht. Die in dieser Gegend kultivierte Lackzistrose, die das Labdanum-Harz liefert, ist allerdings wesentlich schwieriger zu finden.

Linktipp zum Massif de l’Esterel

Das Esterel Gebirge

Lavendel so weit das Auge reicht

Für die volle Lavendelblüte ist es im Juni noch zu früh, doch wenn man über Salernes und Aups in Richtung Moustiers-ste-Marie fährt, Puimoisson besucht und von dort aus nach St. Jurs gelangt, wird man reichlich Lavendelfelder sehen. Dazwischen immer viel Mohn, Muskateller Salbei; im Sommer auch Sonnenblumen und immer wieder Lavendel. Orientieren sie sich an Valensole und Greaux-les-bains, hüpfen sie in den Lac de Ste-Croix und genießen sie wunderbare Aussichten auf der Fahrt durch das Gorges du Verdon und das Plateau de Valensole.

Linktipps zum Lavendel

Provence Web
Gorges du Verdon
Gorges du Verdon
Lavendelmuseum
Lac de Ste-Croix
Plateau de Valensole
moustiers-sainte-marie
Greoux-les-bains

Ein Kommentar zu “Südfrankreich, Erinnerungen & Tipps”

  1. Provence-Fan

    Ein schöner Artikel! Die Gegend um Puimoisson kann ich auch empfehlen und natürlich auch das Esterel-Gebirge, das ist wirklich wunderschön dort.
    Viele Grüße
    Bastian