Naturparfum gemeinsam mischen

Erste Gedanken

Bevor das Blog in der kommenden Woche am 17. Juli den ersten Geburtstag feiert, will ich mit einigen wenigen Gedanken an die Anleitung für ein einfaches Eau de Toilette erinnern, welches aus rein natürlichen Zutaten und Ethanol gemischt werden soll. Ich werde die nächsten Arbeitsschritte natürlich mit Fotos und deutlich mehr Text belegen. Doch damit niemand denkt, ich würde die Sache vergessen, möchte ich kurz noch einige Gedanken aufschreiben.

Folgende Rohstoffe werde ich dabei einsetzen: Coriander, Zitrone, Rose und Lavendel, Petitgrain, Bergamotte und Neroli, Kardamom, Elemi und Benzoe. Ich will nur noch etwas warten, damit alle Interessierten sich die nötigen Zutaten in den entsprechend kleinen Mengen kaufen können.

Doch gedanklich bin ich schon häufiger bei dem Thema, weil es einige Punkte gibt, an denen ich die Duftmischung, welche man für einen Kölnisch-Wassertyp bräuchte, deutlich verändern möchte. Zum einen soll der Duft, den sie mit mir gemeinsam mischen und nachmischen können, eine brauchbare Fixierung erhalten und zum anderen habe ich mit Coriander und Kardamom zwei Gewürznoten gewählt, die eigentlich nicht typisch typisch für diese Mischungen sind. Dafür habe ich ganz bewußt auf das häufig eingesetzte Rosmarin verzichtet. Deshalb ist es für den Anfang gut, wenn man die Riechstoffe, welche zum Einsatz kommen sollen, in Gedanken etwas ordnet. Wie passen Coriander, Zitrone, Rose, Lavendel, Petitgrain, Bergamotte, Neroli, Kardamom, Elemi und Benzoe zusammen? Ich bilde dafür Gruppen. Zum Beispiel gehören Zitrone, Petitgrain und Bergamotte in einen Topf. Coriander und Kardamom bilden die zweite Gruppe und dann natürlich Elemi und Benzoe. Bleiben noch Neroli, Rose & Lavendel. So finde ich, sieht es schon viel stimmiger aus.

Zitrone, Petitgrain und Bergamotte

Neroli, Rose und Lavendel

Coriander und Kardamom

Elemi und Benzoe

Damit können sie auch schon anfangen, wenn sie alle Rohstoffe eingekauft haben.

Der nächste Schritt besteht für mich immer darin, daß ich mir überlege, wie ich mit welchem Rohstoff arbeite. Im Falle von ätherischen Ölen mag das im einzelnen nicht so schwierig sein, doch bei Elemi bin ich etwas vorsichtig und wenn ich mit Harzen, Balsamen und Concretes arbeite, überlege ich mir schon sehr genau, welches Lösungsmittel ich für welchen Stoff einsetze. Elemi neigt dazu Schlieren und Eintrübungen zu machen, die man ja nicht haben will. Auch ein Naturparfüm sollte klar und hell wie Wasser sein. Ein goldener Farbton gehört gern dazu und kann sehr schön aussehen. Aber trüb darf es nicht werden. Aus diesem Grund fertige ich mir vom Elemi eine Lösung an, die ich für einige Tage einfrieren und anschließend vorsichtig dekantieren werde. Wie ich das genau mache, wird in Kürze mit einem Foto hier zu sehen sein.

Bald geht es weiter.

Immer der Nase nach.

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