aromatisches Jonon – alpha & beta

Ohne Ionone geht es nicht. 1893 gelang es den Chemikern W. Haarmann (Haarmann & Reimer) und F. Tiemann aus Citral α-Jonon & β-Jonon herzustellen. Riechstoffe (Keton), die sich selbst in hohen Verdünnungen noch gut wahrnehmen lassen. Sie finden sich in der Parfumerie hauptsächlich in blumigen Komposition und in Phantasiedüften.

α-Jonon (CAS-Nr. 127-41-3) erinnert mit einem süßen, zarten Blumenduft an Veilchen. Es wird auch unter den Bezeichnungen Violon, E-Megastigma-4,7-dien-9-on und (E)-4-(2,6,6-Trimethyl-2-cyclohexen-1-yl)- 3-buten-2-on gehandelt.

β-Jonon (CAS-Nr. 79-77-6) hat einen grünen, an Wald erinnernden Duft, der leicht fruchtig/ himbeerig erscheint. Es wird auch als Boronion, E-Megastigma-5(13),7-dien-9-on und (E)-4-(2,6,6-Trimethyl-1-cyclohexen-1-yl)- 3-buten-2-on bezeichnet.

Beide Riechstoffe sind flüssig, farblos bis hellgelb, und haben einen intensiven Geruch.

In der Natur finden sich alpha- und beta Jonon in verschiedenen Ölen und Pflanzen. So enthalten Beerenfrüchte, Tee und Tabak alle 3 Jonone (es gibt auch ein γ-Jonon) & Veilchenöl enthält mehr als 20% alpha Jonon.

Wenn sie gerne mit Riechstoffen arbeiten, dann sollten sie unbedingt mit alpha- und beta Jonon arbeiten. Die Riechstoffe sind nicht teuer, man benötigt nur sehr kleine Mengen und die Verwendungsmöglichkeiten sind ausgesprochen vielfältig. Setzen sie die beiden Duftstoffe nur sparsam ein. Für mich paßt der liebliche Veilchenduft des alpha Jonon sehr gut mit Sandelholz und den Moschus-Riechstoffen Galaxolid, Moschus-Keton und Ethylenbrassylat zusammen.

Immer der Nase nach.

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