Shampooseifen & flüssiges Shampoo

Fast jeden Tag erklären mir Kundinnen und Kunden, die sich für unsere handgemachten Seifen und Badezusätze interessieren, und dabei die Shampooseifen aus unserer Seifenwerkstatt entdecken, daß man sich mit Seife die Haare gar nicht waschen könnte; dafür gäbe es flüssige Shampoos, diese praktische Erfindung aus der Flasche.

Doch häufig sind diese Leute viel älter als ich, sie gehören der Generation meiner Eltern an, haben gerade das Rentenalter erreicht oder es seit einigen Jahren überschritten – weshalb sie es eigentlich besser wissen sollten. Unser flüssiges Shampoo, das Haarwaschmittel, so wie wir es heute kennen, ist eine noch recht junge Erfindung der kosmetischen Industrie und wenn man sich nicht mit Seife die Haare waschen können würde, dann hätte sich die Menschheit ohnehin erst seit 1933 die Haare gewaschen. In diesem Jahr wurde das erste nicht alkalische Haarwaschmittel erfunden. Zuvor gab es Cremeseifen in Tuben und Dosen, natürlich die bekannten festen Seifen und ein pulverförmige Mittel in kleinen Tütchen, welches der Chemiker und Drogist Hans Schwarzkopf 1903 auf den Markt gebracht hatte. 1919 wurde aus dem Shampoon das Schaumpon, immer am schwarzen Scherenschnittkopf zu erkennen, 1927 folgte das erste flüssige Produkt, doch bis weit in die sechziger Jahre hinein, glich das Shampoo mehr einer Waschcreme. Und ich kann mich noch gut an die Seife auf meine Kopf erinnern, weil es die flüssigen Shampoos in den kleinen Folienkissen nicht immer gab oder eine große Flasche meiner Mutter einfach viel zu teuer war.

Den Namen Schauma gibt es seit 1949 und seine Vorläufer Shampoon und Schaumpon waren nicht aus dem schönen Schaum hergeleitete Bezeichnungen, sondern sie kamen über die indischen Kolonien aus dem Hindustanischen, wo Shampoo so viel wie reinigen, reiben und massierende Bewegungen meint, nach England.

Wenn sie mehr über das Thema erfahren möchten, wenn sie sich für Shampooseifen, die Geschichte des Shampoos und der Firma Schwarzkopf interessieren, wenn ihnen alte Werbegrafiken gefallen und sie wissen möchten, warum wieder viele Menschen für die Haarwäsche auf Seife zurückgreifen, dann lesen sie bitte im Bereich Blog im BlogSchöne Seifen weiter.

Ich danke der Firma Henkel AG & Co. KGaA für die vielen Informationen, das wunderbare Bildmaterial und die herrlich unkomplizierte Art. Hier ist Schauma.

3 Kommentare zu “Shampooseifen & flüssiges Shampoo”

  1. Klaus Doblmann

    Ja, ja, das kenne ich nur zu gut. Leute, die verdutzt schauen und meinen, Seifen würden die Kopfhaut austrocknen. Das Vorurteil hält aber nur so lange, bis sie es selbst probieren.
    Ich selbst litt immer unter Schuppen, verwendete sündteure Anti-Schuppen-Shampoos. Seit ich Seifen benutze, gibt es auch keine Schuppen mehr. Welch Rückschritt der vermeintliche Fortschritt doch sein kann…

  2. Erik

    Lieber Klaus,
    endlich hört man mal wieder was von Dir. Ich hoffe, daß bei Euch in Österreich alles in Ordnung ist. Die Nachrichten der letzten Tage waren ja nicht so erfreulich. Doch was solls. Hauptsache die Menschen reden noch miteinander.
    Viele Grüße aus Berlin,
    Erik

  3. Dani

    hallo 🙂 kann mir der verfasser bitte verraten aus welchem jahr diese schauma reklame ist ?