Wasser ins Parfum

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Ich habe hier eine Aufnahme, die eine fertige Parfummischung vor dem Einfrieren und Filtern zeigt. Gerade wurde so viel Aquadest. hinzugegeben, daß die ursprünglich völlig klare Mischung leicht trüb (schlierig) erscheint. Bei meiner Technik ist dieser Zustand bei ungefähr 20% Wasseranteil erreicht. (Das Bild zeigt die Parfummischung August) Jetzt, wo der Wasseranteil im Ethanol sehr hoch ist, beginnen sich einige Bestandteile abzusetzen. Wenn sie nun ihre Duftmischung für eine Woche in den Eiskasten geben, bleiben unlösliche Bestandteile der Mischung (Wachse und Farbstoffe z.B.) als Bodengrund zurück. Die nächste, leider etwas unscharfe Aufnahme zeigt dies trotzdem sehr deutlich.

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Dieser Satz darf nicht mit in die Parfumflaschen gelangen. Achten sie darauf, daß sie das völlig tiefgekühlte Parfum nun ganz vorsichtig dekantieren (man kann auch kurz über dem Bodengrund absaugen). Lassen sie ihr Parfum noch einmal duch einen Kaffeefilter laufen und danach füllen sie es ab. Wichtig ist, daß sie rasch arbeiten. Zwar haben sich die unlöslichen Bestandteile durch die Zugabe von Wasser und unter Kälteeinfluß abgesetzt, doch wenn sich die Mischung erwärmt, lösen sich diese Teilchen sehr schnell und glauben sie mir, die bleiben nicht im Filter hängen. Es gibt auch keinen Grund, warum ein handgemachtes Parfum – selbst wenn es nur aus natürlichen Zutaten gemischt wurde – nicht eine helle und klare Flüssigkeit sein sollte. Eine Eigenschaft, die sie durch die Zugabe von Wasser, Kälte, Geduld, vorsichtigem Dekantieren und Filtern erreichen können.

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Als Bsp. noch einmal ein Blick auf den August. Schauen sie kurz nach oben, auf den kräftigen, orangenen Farbton. Das Endergebnis ist schön klar und hell, ganz so, wie ein Parfum sein sollte.

Und hier ein weiterer Artikel zum Thema Wasser ins selbstgemachte Parfum einrühren.

Immer der Nase nach.

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