Eau de Kakapo – der Duft des Eulenpapageis

eulenpapagei

Kakapo & Eulenpapagei (Strigops habroptilus), zwei Namen für einen Vogel, der vom Aussterben bedroht ist und dem vielleicht ein Herrenparfum helfen könnte – das Eau de Kakapo.

Früher bevölkerten die moosgrünen Kakapos ganz Neuseeland. Doch eingeschleppte Säugetiere (hauptsächlich Katzen und Marder) plünderten die Nester des großen, fast flugunfähigen Vogels und zudem wurden die Tiere erbarmungslos gejagt. Heute hat man alle verbliebenen Vögel auf kleine Inseln verteilt, welche vorher von Katzen und Mardern gesäuberte wurden und die man streng beaufsichtigt. Seinen Namen Eulenpapagei verdankt er den hellen Federn, die das Gesicht wie bei einer Eule umgeben. Der Kakapo ist recht groß, er ist nachtaktiv, ernährt sich überwiegend von Pflanzen, kann wunderbar klettern und manchmal gleitet er von Baum zu Baum. Tagsüber versteckt er sich zwischen Wurzeln und Baumspalten.

Und weil man alles tut, um die noch wenigen Tiere (es sind nicht ganz 100 lebende Kakapos bekannt) zu erhalten und zu vermehren, läßt man nichts unversucht und beobachtet und studiert die seltsamen Vögel. Es ist nämlich gar nicht so leicht mit den Kakapos. Besonders die Damen der Kakapos sind in Sachen Liebe recht wählerisch. Anstatt sich einen Jungesellen zu schnappen, stehen die Weibchen lieber bei einigen wenigen Herren Schlange. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten ist der Geruch der Männchen. Es könnte sein, daß die Damen sich mehr zu den Hähnen hingezogen fühlen, die stärker süßlich duften. Vögel können zwar nicht sonderlich gut riechen, doch bei Kakapos scheint einiges anders zu sein und vielleicht hilft den verschmähten Herren ja das Eau de Kakapo, welches man nun entwickeln möchte um die Kakapo-Junggesellen etwas nachzuparfumieren. Ein schönes Souvenir für Touristen wird es wohl auf jeden Fall.

Der fabelhafte Kakapo

Einen weiteren Literaturtipp möchte ich allen interessierten Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Der Kultautor Douglas Adams (Per Anhalter durch die Galaxis) begab sich, zusammen mit dem englischen Zoologen Mark Carwardine, auf eine Reise zu den seltenen Tieren dieser Welt; seine Erfahrungen und Reiseerinnerungen faßte er in dem informativen und unterhaltsamen Buch Die letzten ihrer Art zusammen. Im engl. Original Last chance to seeHEYNE Verlag

Last Chance To See Website
Kakapo auf Wikipedia

Immer der Nase nach.

4 Kommentare zu “Eau de Kakapo – der Duft des Eulenpapageis”

  1. Michael

    Die Geschichte über Kakapo ist sehr interessant. Ich bin begeistert.

  2. + Q Perfume

    I have many flying on my roof in Brazil…
    they are really cute but they are noisy.
    I haven’t been around and i am amazed how you have been writing so much lately…
    missed you Simone.
    Any chance to meet in Rome 22 of march – I will be there a week….

    kusse

  3. Julian

    Eulenpapagei sind mittlerweile übrigens wieder recht stabil in ihrem Bestand. Kann man bei http://de.wikipedia.org/wiki/Kakapo oder auf http://jh077.mimbair.net/ nachlesen.

  4. erik

    Lieber Julian,

    das freut mich zu hören. Ich hatte für den Beitrag natürlich auch auf Wikipedia nachgeschaut und die Infos dort mit einigen anderen Beiträgen abgestimmt. Zusätzlich den Biologen-Vater und einen Ornitologen-Freund befragt und dann den Artikel geschrieben. Mir klang das zwar noch nicht so optimistisch, aber das kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls hatte ich eigentlich auch einen direkten Link zu Wikipedia geplant und weil ich das vergessen hatte, habe ich es jetzt nachgeholt.

    Einen schönen Sonntag noch,
    Erik