Parfum selber mischen

Noch einige Gedanken mehr.

Ich muß für mich noch einige grundsätzliche Dinge klären und deshalb gibt es auch heute kein schmückendes Foto sondern nur Text.

Feige
Neulich hatte ich den Riechstoff Stemone erwähnt. Notwendig für Feigendüfte und zusammen mit Gamma-Octalocton und Coumarin wird es dann auch eine schöne Feige.

Pfingstrose
Und weil gerade Pfingstrosenzeit ist, verrate ich ihnen, wie sie eine schöne Pfingstrose mischen können. Dazu benötigen sie Hexylacetat, Hexenylacetat, Rosacetat, Damascenone und einen schön pudrigen Moschus. Also nicht Galaxolide, sonder einen Moschus, der cremiger wirkt und das erreicht man oft, wenn man auf Rohstoffe zurückgreift, die in kristalliner Form angeboten werden – wie z.B. Moschus Keton.

Wenn sie kein Rosenöl haben, dann wird es schon schwieriger, weil die fertig angebotenen Rosendüfte für sich genommen schon aus so vielen Einzelkomponenten bestehen, daß ich ihnen nicht vorhersagen kann, was dabei herauskommt, wenn sie diesen oder jenen Riechstoff hinzufügen. Nur glauben sie nicht, es würde genügen, einen Riechstoff zu verwenden, der andeutungsweise nach Rose riecht. Weder beta-damascon oder Damascenone bringen solche Eigenschaften mit. Das sind zwar sehr tolle Chemicals, doch für eine gute Rose muß man sich einfach mal anschauen, was in Rose enthalten ist. Citronellol, Geraniol und Nerol, dazu noch Linalool, Farnesol, Hexenol, Eugenol und Methyleugenol um nur einige zu nennen. Rose ist unheimlich komplex und genau diese Stoffe kommen in einem guten Rosenduft zum Einsatz. Dazu natürlich die passenden Aldehyde und die Acetate, Geranylacetat z.B. Die teuren und kostbaren Chemicals wie Damascenone z.B. runden eine solche Mischung nur ab. Häufig wäre deren Wirkung auch viel zu deutlich wahrnehmbar.

Immer der Nase nach.

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