aromatisch rechnen

Das aromatische blog ist auf einen neuen Server umgezogen worden und deshalb ist der letzte Artikel verschwunden. Die Sache wird in Kürze wieder repariert, bzw. neu hier reingetippt. Fotos hochladen scheint auch noch nicht zu gehen. Also etwas Geduld, es geht weiter!

Ich habe in den letzten Tagen immer wieder versucht, den Teeduft für unsere Rasierseife zu überarbeiten. Zum einen wollte ich mit weniger Riechstoffen auskommen und dabei gleichzeitig auf einen Großteil der Chemie verzichten und zum anderen war ich auf der Suche nach einer würzigeren Variante. Die ursprüngliche Mischung enthielt sehr viel Sandelholz und Moschus, war weich und cremig und paßte mir irgendwie nicht mehr in die Jahreszeit. Deshalb nahm ich mir viel Bergamotte, Rosenholz, Petitgrain und Koriander (ich liebe Koriander), etwas Iso e Super und ganz wenig Linalylacetet und habe nach einigen Versuchen ein gutes Ergebnis erzielt. Der letzte Testansatz sah wie folgt aus:

18,4 g Bergamotte, 18,4 g Iso e Super, 5,0 g Rosenholz, 2,0 g Petitgrain, 0,2 g Koriander, 0,2 g Linalylacetat = 44,20 g

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Und weil bei Parfum immer mit 1000 g gerechnet wird, nimmt man jeden Wert (z.B, 18,4 g) und multipliziert mit 1000 und teilt diese Summe durch 44,20. Alles klar? 18,4 x 1000 : 44,20 = 416,3 g So verfährt man mit jedem Ausgangsgewicht. Man kann auch 1000 durch 44,20 teilen = 22,6. Diese Zahl kann als Umrechnungsfaktor betrachtet werden und nun braucht man nur noch 22,6 mit 18,4 zu multiplizieren und schon erhält man einen brauchbaren Richtwert von 415,8 usw.

Diese Mischung entwickelt sich fast wie ein einfaches Parfum. Eine frische Zitruskopfnote, viel Bergamotte und Gewürze in der Herznote und in der Basis das Iso e Super, was für diesen Zweck völlig ausreichend fixiert. Zu bedenken ist nur, daß Bergamotte in Seife eigentlich nicht funktioniert und im Kaltprozess schon gar nicht – Bergamotte ist nicht alkalibeständig. Im Fall unserer Rasierseife muß ich mir da jedoch keine Sorgen machen, weil die weiche Rasiercreme erst ganz am Ende der Produktion bei Zimmertemperatur parfumiert wird und das Rezept ohnehin durch die Zugabe von etwas Sodium Borat einen sehr niedrigen pH-Wert besitzt.

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