Parfum selber mischen

Kleine Mengen abmessen.

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Wenn man sich selber eine kleine Menge Parfum herstellen möchte, oder einfach nur herumprobiert und testet, ist es nötig, mit kleinsten Mengen zu arbeiten, damit man nicht so viel Material verbraucht. Arbeiten sie sparsam mit den Rohstoffen. Doch wie kann man mit Kleinmengen, im Bereich 10-20g, zu Testzwecken arbeiten? Aus großen Flaschen lassen sich oft nicht einmal Tropfen zählen und gerade von dieser Technik habe ich ihnen bereits abgeraten. Siehe hier.

In den meisten Flaschen stecken natürlich die Tropfer drin und bevor sie anfangen zu schütten, zählen sie lieber Tropfen. Es ist zwar nur eine sehr ungenaue Methode, doch besser als Materialverschwendung. Doch darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, um – eine Feinwaage vorausgesetzt – mit Kleinmengen genau zu arbeiten. Eine sehr schicke, allerdings in der Anschaffung ausgesprochen teure Möglichkeit ist die Transferpette. Da könnte ich glatt etwas neidisch werden, doch es gibt genaue und preiswerte Alternativen.

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Auf dem Foto sehen sie neben dem Tropfer (große Flasche rechts) und der verschwenderischen Schüttmöglichkeit (kleine Braunglasflasche rechts) eine kleine Plastikflasche mit Tropfer. Zudem bekommt man in jeder Apotheke auch Glaspipetten. Doch wenn man nicht für jeden Rohstoff und jede Flaschengröße die passende Glaspipette hat, muß man diesen Centartikel mit Ethanol reinigen und das wird auf Dauer vermutlich teurer, als die Teile einfach zu entsorgen (was bei Glaspipetten schade ist). Praktischer sind da schon die kleinen Plastikpipetten zum Einmalgebrauch. Unschlagbar preiswert, geeignet für kleinste Mengen und nach der Arbeit weg und gut (siehe Bildmitte vor der Waage). Pipetten aller Art gibt es z.B. hier.

Doch die preiswerteste Möglichkeit, welche in meinen Augen zudem sehr praktisch ist, sind Strohhalme.

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Strohhalme kosten fast nichts, ich schneide sie durch und verdopple damit mein Arbeitsgerät, und außerdem gibt es Strohhalme in jeder fast food-Bude umsonst. Einfach hinten einen Finger drauf und los. Inzwischen weiß ich ganz genau, welche Menge im Strohhalm ist, wenn ich ihn 2cm tief in die Flaschen stecke, oder in den großen Flaschen bis auf den Boden hineingehe.

Ich bin zwar kein Sparfuchs, aber wenn das mal kein Schnäppchen ist …

Immer der Nase nach.

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