Tokyo Milk Parfumarie Curiosite

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Ich werde heute nicht mehr dazu kommen, die vier Düfte von TOKYO MILK zu beschreiben, die wir ab jetzt hoffentlich regelmäßig anbieten können. Doch zum einen wollte ich mit einem Bild in die neue Woche starten und zum anderen wird mich das Kabuki in nächster Zeit doch noch etwas intensiver beschäftigen. Der Grund dafür ist die zarte Kokosnote in diesem Duft und obwohl bisher alle Kundinnen und Kunden – denen dieses durchaus einfache Parfum sofort ein Lächeln ins Gesicht zauberte – nicht im Ansatz Kokos wahrnehmen konnte, würde ich den Duft fast für eine Kokosnote halten und inzwischen weiß ich auch, daß ich damit Recht habe. Stephan von perfume.twoday hat neulich den ersten GC/MS Testlauf absolviert und die Sache war eindeutig. Selbst die kleinste Menge Aldehyd C-18 reicht aus um eine so markante Note zu hinterlassen. Markant? Nicht ganz. Denn wenn man nicht weiß wie der Stoff für sich genommen riecht, kommt man gar nicht so leicht auf diesen Trichter und erfreut sich einfach so am Kabuki. Es gibt aber auch Menschen, die wollen es ganz genau wissen, weil dieser Duft auf eine ganz bestimmte Art Besitz von ihnen ergriffen hat und zum Glück hat einer dieser Menschen einen Gaschromatographen mit Massenspektrometer.

Was fehlt, sollte in den nächsten zwei Wochen eintreffen und dann gibt es die erste „homemade“ Entschlüsselung eines Parfüms – das wird natürlich KABUKI von Tokyomilk sein.

Ich bin schon sehr gespannt, was da noch alles drin ist. Wobei ich nicht sicher bin, ob es richtig, erlaubt, gut, sinnvoll, wünschenwert, nötig und … ist, wenn man den Zauber des Inhalts, die Geschichten drumherum, die Illusionen und Träume auf die reine Chemie reduziert. Darüber muß ich mit Stephan noch reden.

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