LES EAUX de BACH

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Ganz sicher bin ich mir nie – Unsicherheiten und Ungewißheiten sind überall – Zweifel überkommen mich so spontan wie der Heißhunger auf Schokolade. Doch mit zunehmendem Alter habe ich für mich einige kleine Wahrheiten begriffen, zu denen auch die folgende Erkenntnis gehört: Geht es meiner Seele gut, bin ich heiter, ausgeglichen und froh, dann fühle ich mich körperlich gesund. Und obwohl ich weder esoterisch, spirituell oder gläubig bin und jeder Form des Unfaßbaren zutiefst mißtraue – selbst das Ding an sich (I. Kant) ist mir so suspekt wie das Betriebssystem meines Computers – bin ich sofort bereit, diesen Zusammenhang, jene Beobachtung des eigenen Wohlbefindens, für universell zu erklären.

Der britische Arzt Edward Bach (er lebte von 1886-1936) hat vielleicht ganz ähnlich empfunden/ gedacht und daraus eine Theorie entwickelt, nach der jede körperliche Krankheit auf einer Störung des seelischen Gleichgewichts beruht. An diesem Punkt würde ich zwar sofort widersprechen, doch darum geht es hier nicht. Zumal ich mit der Idee, Körper und Seele zu harmonieren durchaus etwas anfangen kann. Ein einziger Spaziergang durch einen schönen Garten, die Hände tief in der Blumenerde auf dem Balkon und Bewegung jeder Art in freier Natur zeigen mir, daß hier ein Zusammenhang besteht – jedenfalls was mein Wohlbefinden angeht. Aus dieser Erkenntnis heraus formulierte Edward Bach um etwa 1930 herum seine Bach-Blütentherapie, ein alternativmedizinisches Heilverfahren. Jenen von ihm beschriebenen disharmonischen Seelenzuständen der menschlichen Natur ordnete er Blüten und Pflanzenteile zu, die zuvor als Tinkturen hergestellt worden waren. Ich kann zwar mit diesen Schwingungstheorien nicht viel anfangen und ich bezweifle immer die Wirksamkeit von Produkten, bei denen ein Wirkstoff nicht nachweisbar ist. Aber der Duft von Kräutern und Blumen hat für mich auf jeden Fall etwas heilsames.

Vor diesem Hintergrund möchte ich heute zwei Parfums vorstellen, die wir während unserer letzten Kurzreise nach Paris kennenlernten und die mir unheimlich gut gefallen haben. Die zwei Parfums PRÉSENCE(S) und VIVACITÉ(S) von LES FLEURS de BACH sind wunderbare Kompositionen, die leicht und luftig daherkommen und zudem eine erstaunliche Haftung mitbringen. Sie sollten unbedingt daran riechen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

PRÉSENCE(S)
Kopfnote: Verveine und Klematis
Mittelnote: Weinrose (Églantine) und Geißblatt (Chèvrefeuille)
Fond: Kiefer (Pin), Eiche (Chêne) und Pommier sauvage (Holzapfel/ Crab Apple)

VIVACITÉ(S)
Kopfnote: Ajonc (Stechginster) und Centaurée (Tausendgüldenkraut)
Mittelnote: Charme (Hornbeam, Carpinus betulus, Hainbuche, Weißbuche), Marronnier blanc (White Chestnut, Rosskastanie) und Olivie.
Fond: Mélèze (Lärche), Moutarde (Senf)

Um ganz ehrlich zu sein, glaube ich nicht, daß die in den beiden Parfums enthaltenen Bachblüten-Essenzen alleine für den Duft verantwortlich sind/ sein sollen. Aber da mir der Begriff Naturparfum ohnehin ziemlich schnurz ist, geht es mir alleine um den Geruch und allein aus diesem Grund habe ich die beiden Parfums hier vorgestellt. Sie gefallen mir sehr gut.

Les Fleurs de Bach

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