Von Kalmaren, Pottwalen und Schnäbeln

Ein kleiner, bildlicher Nachtrag zu allen Artikeln (siehe Linkzusammenstellung unten), die sich bisher mit dem Thema Ambra grisea beschäftigt haben. Hier sehen sie 2 Schnäbel, die zu einem Kalmar gehören (gehörten). Ob die nun wirklich von einem Riesenkalmar (Klasse der Kopffüßer/ Cephalopoda, Ordnung Kalmare/ Teuthida, Familie Riesenkalmare/ Architeuthidae, Gattung Architeuthis) gehören ist so auf die Schnelle nicht zu klären. Ich denke, der Pottwal wird vor dem Verzehr nicht nach der Art fragen und vermutlich Kopffüßer ganz verschiedener Arten jagen und fressen. Auf jeden Fall finden sich genau diese Schnäbel in den größeren Klumpen Ambra grisea.

Tintenfischschnabel_3_blog_klein

Die scharfen Zähne und die Schnäbel der Tintenfische sind unverdaulich und verfangen sich zu allem Überfluß auch noch in der Magenwand des Wals. Der Wal hat also einen Tintenfisch gefressen und nun hängen ihm die Klauen der Saugnäpfe und der Schnabel des Mauls in der Magenwand und damit er die unverdaulichen Reste wieder los wird, bildet sich im Magen des Wals eine Fettschicht, welche die unverdaulichen Reste bindet. Unklar war lange Zeit nur, wie der Klumpen wieder aus dem Wal herauskommt. Allgemein angenommen wurde die Theorie, der Pott würde das Zeug herauswürgen (wie eine Katze die Haare), doch nachdem man neulich in einem toten Pottwal zahlreiche der Klumpen im Darm fand, muß davon ausgegangen werden, daß sie hinten rauskommen. Was auch irgendwie egal ist, weil sie ja, bevor sie für die Parfumerie überhaupt interessant werden, erstmal möglichst lange im Ozean herumschwimmen müssen. Die sind also gut durchgespült.

Weitere Beiträge des aromatischen Blog zum Thema:

Ambroxan – über Tintenfische & den Wal

Ambra, Graue Amber, Ambra grisea

Ambra grisea – Graue Ambra

Amberöl (Bernsteinöl) – Pinus succinifera

Die Kommentarfunktion ist derzeit geschlossen.